Wahlzuckerlpolitik eine Absage erteilt

Liesi_Sebastian2NRin Liesi Pfurtscheller und Parteiobmann Sebastian Kurz sind sich einig, dass es mit der Neuen Volkspartei keine Wahlzuckerlpolitik geben darf.

Senkung der Mehrwertsteuer auf Übernachtung nach der Wahl umsetzen

Gestern gab es bei der vorletzten Nationalratssitzung dieser Periode einen Antrag der FPÖ zur sofortigen Senkung der Mehrwertsteuer auf Übernachtungen von 13% auf 10%. Mit diesem Antrag wollte uns die FPÖ auf´s Glatteis führen und einen Steuerzuckerlreigen kurz vor der Wahl auslösen, indem sie uns gegen die SPÖ ausspielt. Deshalb haben wir diesen Spielchen nicht zugestimmt.

Ich darf in diesem Zusammenhang an den 24. September 2008 erinnern, als im Vorfeld des Wahlkampfs im Parlament alle Dämme brachen und sagenhafte 30 Milliarden Euro als Wahlzuckerln verteilt worden sind. Das war eine denkwürdige Sitzung des Nationalrates kurz vor den Wahlen. Wir haben uns im Vorfeld zur gestrigen Plenarsitzung mit unserem Parteiobmann Sebastian Kurz darauf verständigt, dass so etwas nicht wieder passieren darf. Die Senkung der Mehrwertsteuer muss Teil eines Maßnahmenpakets für die nächste Legislaturperiode werden. Sie ist uns ein ernsthaftes Anliegen, das nach dem Wahlkampf gut vorbereitet und sachlich und verantwortungsvoll umgesetzt werden wird.

Advertisements

Größeres Augenmerk auf Prävention entlastet Gesundheitssystem

Q81A9458

Bei den Ausgaben für die Gesundheit liegt Österreich im europäischen Spitzenfeld, bei den zu erwartenden gesunden Lebensjahren liegen wir jedoch im europäischen Vergleich im hinteren Drittel. Deshalb müssen wir den Mitteleinsatzverlagern, weg von der Nachsorge hin zu mehr Vorsorgemedizin. Im Besonderen die Hausärzte müssen in diesem System wieder stärker gefördert werden, da sie mit ihrer ambulanten Struktur starke Partner in der Vorsorgemedizin sind.

Das Gesundheitswesen in Tirol steht dank der umsichtigen Politik unseres Landesrates Bernhard Tilg auf sehr gesunden Beinen. So ist z.B. das Krankenhaus Zams eines der wenigen Krankenhäuser, die nach wie vor noch schwarze Zahlen schreiben. Trotzdem muss unser Gesundheitssystem nach klaren, abgestuften Prioritäten funktionieren: Prävention vor Behandlung, ambulante vor stationäre Behandlung, Versorgung durch niedergelassene Ärzte vor Versorgung durch Spitalsambulanzen.

Frauen in den Fokus
Ein besonders wichtiges Thema ist in diesem Zusammenhang für mich als Landesfrauenchefin der Tiroler Volkspartei auch die Gendermedizin. Die unterschiedlichen Anforderungen von Männern und Frauen, was Behandlung und Medikamente betrifft, werden noch zu wenig berücksichtigt und das oft zum Nachteil der Frauen.

Pflege nachhaltig sichern
Die Absicherung der an den Bedürfnissen der Menschen ausgerichteten Pflegeversorgung ist eine weitere große Herausforderung in unserem Gesundheitssystem. Es muss gewährleistet sein, dass jeder die Pflege bekommt, die er braucht, und das so lange als möglich in den eigenen vier Wänden. Dabei ist es von besonderer Bedeutung die pflegenden Angehörigen besser und stärker zu unterstützen – auch finanziell. Nach wie vor werden rund 80 Prozent der älteren Menschen zu Hause gepflegt. Die Angehörigen sind also die wichtigste Stütze in unserem Pflegesystem. Damit das auch in Zukunft so bleibt, braucht es neue und flexible Modelle der Betreuung, wie z.B. Tagespflegezentren, Tagesbetreuung zu Hause sowie Besuchs- und Begleitdienst. Viele dieser Aufgaben übernehmen gerade bei uns in Tirol die Sozialsprengel, die Vorreiter in der mobilen und flexiblen Pflege sind. Diese Dienste müssen noch mehr unterstützt und ausgebaut werden, damit wir auch in Zukunft unsere Pflege nachhaltig sichern können.

Wahlkampfstart in meinem Heimatbezirk zum Thema Regionalität

image1

 Am Mittwoch durfte ich den Intensivwahlkampf in meinem Wahlkreis starten. Zum Thema bäuerliche Direktvermarktung und Regionalität stärken machte ich mich in meinem Heimatbezirk auf den Weg, um bäuerliche Betriebe zu besuchen. Die bäuerlichen Betriebe sind das Rückgrat unserer Kulturlandschaft und deshalb auch das Rückgrat unserer touristischen Struktur. Ihre heimischen Lebensmittel garantieren hohe Qualität und viel Liebe zum Produkt.

Meine erste Station war der Bauernladen Tannheim. Der Standort des Bauernladen ist ein Besonderer, hat er doch Platz gefunden im Musuem Felixe Minas Haus. Neben Erzeugnisse aus der Region, vom Honig bis zum Kräuterlikör, gibt es dort auch kleine kunsthandwerklichen Arbeiten. Alle diese Produkte sind ein Stück Heimat, genauso wie es das alte Haus früher auch für seine Bewohner war. Es ist beeindruckend mit wie viel Engagement und Liebe dieses Kleinod geführt wird. Die Bäuerinnen und Bauern leisten gerade im Außerfern und im Tiroler Oberland enorm viel. Die alpine Struktur ist eine große Herausforderung für den bäuerlichen Alltag. Dafür gebührt unseren Landwirten ein riesengroßes Dankeschön. Und: eure Produkte schmecken einfach hervorragend. Ein paar Impressionen zu diesem Besuch findet ihr unter folgendem Link: https://www.facebook.com/liesipfurtscheller/posts/482046398820349

IMG_4661

Im Anschluss durfte ich gemeinsam mit Franz Hörl den Vorzeigebetrieb kdg in Elbigenalp besuchen. Kdg ist bekannt für die Produktion von Compact Disks, hat sich aber in den letzten 30 Jahren kontinuierlich hin zu einem digitalen Technologiedienstleister entwickelt. Hier wird die Digitalisierung gelebt und wurde schon sehr früh als Chance erkannt. Es ist beeindruckend wie hier die Zeichen der Zeit erkannt werden und wie schnell auf neue Trends reagiert wird. So werden nachhaltig hochqualifizierte Arbeitsplätze in der Region geschaffen und eindrucksvoll vorgezeigt, wie die Digitalisierung auch am Land richtig genutzt werden kann.

kdg2

Als Abschluss des Tages machte ich mich auf den Weg nach Gramais – in die kleinste Gemeinde in unserem Bezirk, ja sogar in die kleinste Gemeinde Österreichs. Bei 33 Wählern schafft man es sogar jedem einzelnen davon die Hand zu schütteln. Ich besuchte dort den Bauernladen von Monika Karall, den sie bereits seit fünf Jahren in Gramais betreibt. Vor zwei Jahren hat sie gemeinsam mit Sabine Lechleitner einen zweiten Bauernladen in Häselgehr eröffnet. Monika Karall verkauft in ihren zwei Geschäften regionale Lebensmittel mit hoher Qualität sowie kreative Geschenke, bäuerliches Handwerk und Dekorationsartikel. Karall, übrigens gebürtige Niederösterreicherin, lebte bevor sie nach Gramais – ins kleinste Dorf Österreichs – zog, in Wien – der größten Stadt Österreichs. Sie trägt mit ihrem Bauernladen wesentlich zum gesellschaftlichen Leben von Gramais bei. Solche Kleinode fördern Regionalität, Herzlichkeit und Charme in einer Gemeinde und etablieren sich rasch zu Treffpunkten für Jung und Alt.

 

So schmeckt das Oberland

IMG_4700

Das Thema Regionalität begleitete mich die gesamte letzte Woche, so auch am Donnerstag. An diesem Tag durfte ich bäuerliche Betriebe und Produktionsstätten im Bezirk Imst besuchen.  Kulinarisch aber auch menschlich war dieser Tag ein absolutes Highlight. Da kann man nur sagen: So schmeckt das Oberland – Äpfel in jeglicher Form, Zirbenedelweiß, Speck, Käse, Brot, Schnaps – Herz was willst du mehr.

Gleich in der Früh besuchte ich gemeinsam mit Bezirksbäurin Renate Dengg den Hof von Barbara und Martin Spielmann. Dort erwartete uns ein wundervolles Frühstück. So könnte der Tag öfter beginnen. Aber nicht nur das Frühstück war hervorragend, sondern auch die Arbeit, die von der Familie Spielmann geleistet wird ist unglaublich vielfältig. So halten sie auf ihrem Hof Milch-, Zuchtvieh und Hühner. Aber nicht nur das, denn in ihrer Pension Spielmann bieten sie Gästen aus Nah und Fern auch einen unvergesslichen Urlaub am Bauernhof.

IMG_4673

Im Anschluss durfte ich mir dann das Obstlager Haiming ansehen. Geschäftsführerin Alexandra Harrasser machte mit mir eine beeindruckende Betriebsführung. Im Obstlager Haiming gibt es alles rund um den Apfel, in fester und in flüssiger Form. Dieser Marketingzusammenschluss der Haiminger Obstbauern ist sicher ein Vorzeigemodell kreativer bäuerlicher Direktvermarktung. Hier findet ihr einige Impressionen dazu: https://www.facebook.com/liesipfurtscheller/posts/482325118792477

IMG_4696

Nach einer Verteilaktion auf der Ötztaler Höhe besuchte ich den Edelweißschnitzer Anton Beer aus Jerzens. Dies Art von Kunsthandwerk ist nur mehr sehr selten und verdient deshalb einen hohen Stellenwert in Bezug auf Regionalität und Tradition.

IMG_4728

Der Reaßn‘ Hof in Oetz hat mich schon bei meinem ersten Besuch im August sehr beeindruckt, weshalb wir vereinbart haben, dass ich noch mal komme, um mir alles genau anschauen zu können. Dieses Versprechen habe ich am Donnerstag eingelöst. Die Familie Sonnweber führt einen besonders innovativen bäuerlichen Betrieb. So ist der Reaßn‘ Hof ein mehrfach ausgezeichneter Biobetrieb, dessen Herzstück das Hofladele ist. Jedoch ist die Familie Sonnweber nicht nur in der Lebensmittelproduktion tätig, sondern auch in der Stromproduktion. Eine hauseigene Photovoltaikanlage liefert kostenlosen Strom für E-Autos. Ein wirklich beeindruckender Betrieb.

IMG_4738

In der Ander’s Hofschank der Familie Gabl in Wald in Arzl durfte ich einen ereignisreichen und interessanten Abend in einer gemütlichen Runde mit bäuerlichen Funktionären ausklingen lassen. Die Hofschank der Familie Gabl erinnert an die Buschenschanken in der Steiermark. Auch das Prinzip ist dasselbe: So wird dort nur das ausgeschenkt und aufgetischt was aus der eigenen Produktion kommt. Ein Konzept, das hervorragend zu funktionieren scheint, denn es werden dort sehr viele Veranstaltungen, manchmal sogar Hochzeiten gemacht. Einige Impressionen zu diesen Terminen findet ihr unter: https://www.facebook.com/liesipfurtscheller/posts/482464005445255

IMG_4744

Regionen stärken. Regionalität leben

DSC_0900Die erste intensive Wahlkampfwoche liegt nun hinter mir und ich kann euch sagen, diese Wahlbewegung macht unglaublich viel Freude und Spaß. Ich durfte diese Woche viel Interessantes erfahren und durfte unglaublich tolle und engagierte Menschen kennen lernen.

Diese erste Woche stand bei mir unter dem Motto „Regionalität und bäuerliche Direktvermarktung“. Dabei war es mir besonders wichtig einen Einblick in die bäuerlichen Betriebe zu erhalten und dabei mitzuhelfen, das Bewusstsein für unsere regionale Produktion zu stärken. Es ist unglaublich wie viel die Bäuerinnen und Bauern in unserer exponierten geografischen Lage leisten und mit wie viel Idealismus, Kreativität und Innovationskraft unsere bäuerlichen Betriebe geführt werden. Es ringt mir großen Respekt ab, wenn ich höre, mit welchen Unwägbarkeiten unsere Landwirte zu kämpfen haben und wenn ich dann sehe, mit wie viel Liebe sie ihre Betriebe führen. Ich darf euch nun einen kurzen Rückblick auf meine Woche in meinem Wahlkreis geben.

Der Montag und der Dienstag standen ganz im Zeichen der Wahlbewegung von Sebastian Kurz. Am Montag fand die Kandidatenpräsentation aller Tiroler Kandidaten in Seefeld statt. Den Film dazu findet ihr unter folgendem Link: https://www.facebook.com/TirolerVolkspartei/videos/1466417933435718/

Am Dienstag durften wir Sebastian Kurz in Tirol begrüßen und er kam sogar ins Tiroler Oberland und sprach vor einem vollgefüllten Saal in der Trofana Tyrol in Mils. Mehr Fotos dazu siehe hier: https://www.facebook.com/liesipfurtscheller/posts/481766902181632

Liesi_Sebastian2

Den Mittwoch und den Donnerstag verbrachte ich auf Bezirkstour in Reutte und in Imst und am Freitag tourte ich durch den Bezirk Landeck.

Los ging es dabei in der Früh mit einer Verteilaktion am Frischemarkt in Landeck. Dort durfte ich viele Menschen treffen, gute Gespräche führen und sie über unsere Bewegung und unseren Spitzenkandidaten Sebastian Kurz informieren. Die Rückmeldungen waren durchwegs positiv, die Stimmung ist gut. Fotos dazu findet ihr unter: https://www.facebook.com/liesipfurtscheller/posts/483063502051972

DSC_0859.JPG

Im Anschluss hatte ich dann die Möglichkeit den bäuerlichen Betrieb von Ilse Krismer und ihrer Familie anzuschauen. Sie haben einen mobilen Hühnerstall für insgesamt 120 Hühner und produzieren so täglich ca. 110 Eier. Außerdem war ich sehr beeindruckt wie hoch die Lebensqualität der Tiere auf relativ engem Raum ist. Bereits vor 20 Jahren hat die Familie auf Mutter-Kuh-Haltung umgestellt und verkauft das Fleisch an viele Stammkunden. Ich durfte auch ihre Sorgen und Nöte mitnehmen und werde mich gemeinsam mit meinen Kollegen in Wien für Verbesserungen einsetzen.

DSC_0894

Ein ebenso beeindruckender Besuch war die Betriebsbesichtigung des Kaufhauses Grissemann. Die Betriebsführung legt sehr großen Wert auf eine gute Zusammenarbeit mit regionalen Lebensmittelherstellern. Die Zusammenarbeit geht sogar so weit, dass der Großhandel nicht nur die Lebensmittel kauft, sondern Bauern über alternative Modelle berät und diese begleitet bis zur „Produktionsreife“. Ich war sehr beeindruckt wie gut diese Modelle bereits funktionieren. Grissemann leistet als Vermarkter hier sicher Pionierarbeit bei der Vermarktung regionaler Produkte. Einige Impressionen dazu findet ihr hier: https://www.facebook.com/liesipfurtscheller/posts/482681688756820

DSC_0941

Ich habe in letzter Zeit sehr viel über die Fisser Imperialgerste gehört. Grund genug mir dieses Produkt selber anzuschauen. Die alten Sorten bieten für Landwirte neue Möglichkeiten, um sich auf besondere Produkte zu spezialisieren. So wird aus der Fisser Imperialgerste nun von Zillertalbier das Hausbier gebraut, das in Kürze auf den Markt kommen soll. Aber nicht nur im Bier schmeckt die Gerste hervorragend, sondern auch als Gerstlsuppe, in Müslis oder als Zutat in Brot. Ein weiteres Highlight in Fiss sind die Fisser Goggala. Die Eier von 700 glücklichen Hühnern werden an Privathaushalte aber auch z.B. an die Fisser Bergbahnen verkauft. Aus dem Überschuss wird Eierlikör sowie Nudeln ebenfalls für den Verkauf produziert. Alle diese Köstlichkeiten durfte ich nach einem kurzen Rundgang durch das Fisser Museum sogar auch noch verkosten.  Auch dazu gibt es einige Bilder unter: https://www.facebook.com/liesipfurtscheller/posts/482819002076422

DSC_0959

Der Abschluss dieser sehr interessanten und intensiven Woche war das Herbstfest der Landeck Volkspartei. Dort konnten wir uns gemeinsam auf die kommende Nationalratswahl einstimmen. Es war ein sehr stimmungsvoller und gelungener Abend.

DSC_0008

Nächste Woche warten bereits wieder spannende Besuche zum Thema Gesundheit und Pflege auf mich, wovon ich euch dann gerne wieder berichten werde.

Wir müssen die Sorgen und Nöte in ländlichen Regionen ernst nehmen

Q81A9337NRin Liesi Pfurtscheller unterhält sich mit Alexandra Neuner aus Kaunerberg über die Herausforderungen für den ländlichen Raum.

Regionalität und Entwicklung der ländlichen Struktur im Kurz-Wahlprogramm

 Der Begriff „ländlicher Raum“ ist in den letzten Wochen und Monaten in aller Munde. Angefangen vom Masterplan ländlicher Raum, den Minister Andrä Rupprechter erarbeitet hat und nun Schritt für Schritt umsetzen will, bis hin zum ersten Teil des Wahlprogrammes von Sebastian Kurz. Ich freue mich sehr darüber, dass die Sorgen und Nöte der Bevölkerung in den ländlichen Regionen ernst genommen werden.

Chancengleichheit für die ländlichen Regionen darf nicht nur ein Schlagwort sein. Sie muss sich wieder finden in politischen Strategien, die so schnell wie möglich umgesetzt werden müssen. Seit meinem ersten Tag im Nationalrat setze ich mich für eine positive Entwicklung der Regionen ein. Für eine sinnvolle Weiterentwicklung benötigt es ein Bündel an Maßnahmen, damit wir wettbewerbsfähig und attraktiv bleiben.

Digitalisierung als Chance
Der Breitbandausbau ist unerlässlich für die Zukunft des ländlichen Raumes, deshalb freue ich mich, dass die Tiroler Landesregierung ein Paket über 100 Mio. EUR geschnürt hat, um die Digitalisierung Tirols voran zu treiben. Die Fördersysteme des Bundes und des Landes müssen hier Hand in Hand gehen, um rasch den größtmöglichen Effekt zu erzielen. Durch die Digitalisierung können bisherige Standortnachteile des ländlichen Raums teilweise ausgeglichen werden. Sie sorgt dafür, dass Menschen in den Regionen neue wirtschaftliche Chancen nutzen und von modernem Bürgerinnen- und Bürgerservice profitieren können. Damit das Land die Chancen der Digitalisierung bestmöglich nutzen kann, ist eine flächendeckende Breitbandinfrastruktur unverzichtbar. Sie ist ein entscheidender Standortfaktor für den ländlichen Raum, um für Unternehmen und Familien attraktiv sein zu können.

Anti- Gentechnik-Rabatt
Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Stärkung der Landwirtschaft, der bäuerlichen Direktvermarktung im Zusammenwirken von Landwirtschaft, Tourismus und Handel, aber auch eine adäquate Förderungen durch die EU. Dazu gibt es im Programm von Sebastian Kurz einen unkonventionellen Vorschlag, den ich nur unterstützen kann. „Österreich steht zur Gentechnikfreiheit. Deshalb müssen wir uns auch in der EU für die Schaffung eines gentechnikfreien Europas starkmachen“, heißt es im Wahlprogramm, und weiter: „Das können wir nur mit den entsprechenden finanziellen Anreizen schaffen. Deshalb sollte es für jene EU-Mitgliedstaaten, die sich ebenfalls der Gentechnikfreiheit verschreiben, einen ‚Anti-Gentechnik-Rabatt‘ geben.

SK_Programm_Teil1_0409_Doppelseiten

Standort Land Paket
Mit dem neuen „Standort Land“ – Paket von Bundesminister Andrä Rupprechter stehen für die Landwirtschaft und den ländlichen Raum noch im Herbst zusätzlich 40 Millionen Euro zur Verfügung. Das ist ein weiteres wichtiges Standbein für attraktive Regionen. 35 Millionen Euro fließen in die Unterstützung von Investitionen im Bereich Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte und 5 Millionen Euro werden für das agrarische Bildungssystem bereitgestellt. Investitionen in die Verarbeitung und Vermarktung von Lebensmitteln stärken die heimische Qualitätsstrategie und erhöhen die Wertschöpfung in den Regionen. Dies kommt auch den bäuerlichen Familienbetrieben zu Gute. So wird nun beispielsweise aus der Fisser Imperialgerste erstmals von Zillertal Bier eine neue Bierspezialität gebraut. Eine Kooperation, die über das Standort Land Paket gefördert wird. Diese gelebte Regionalität ist beispielgebend und sicher eine Win-Win-Situation für Landwirtschaft, Handel und Tourismus.

 

Geglückte Integration soll Vorbild sein – drei syrische Brüder in Imst

Flüchtlingsfamilie2

v.l. Liesi Pfurtscheller mit den drei Brüdern Yousef, Abd und Mohamad Al Sawasin.

 

Kürzlich traf ich Abd, Mohamad und Yousef Al Sawasin in ihrer Wohnung in Imst. Da ich die drei schon länger begleite, weiß ich, diese drei Burschen haben sich bereits bestmöglich integriert. Abd (26) arbeitet in einem Architekturbüro, Mohamad (20) möchte eine Lehre machen und Yousef (15 Jahre) bemüht sich derzeit um eine Aufnahme am Gymnasium Imst, denn er möchte unbedingt Augenarzt werden. Alle drei Brüder wollen sich ein neues Leben in Tirol aufbauen und sind dabei ein Vorbild für viele andere Flüchtlinge. Mir ist es sehr wichtig, positive Beispiele vor den Vorhang zu holen, damit die öffentliche Diskussion nicht nur negativ geführt wird.

Schon über einen Zeitraum von ca. eineinhalb Jahren begleite ich nun die drei Burschen aus Syrien schon und helfe ihnen bei ihren Bemühungen, sich bestmöglich zu integrieren. Im Zuge eines Besuchs einer Flüchtlingsunterkunft in Zams, lernte ich die drei Syrer kennen. Unter anderem auch Yousef (damals 14 Jahre), den einzigen „unbegleiteten minderjährigen Flüchtling“ (ohne Begleitung durch Eltern oder Elternteil), der damals im Bezirk Landeck untergebracht war. Yousef erzählte, dass er mit seinen zwei älteren Brüdern über den Seeweg nach Europa geflüchtet war. Er hatte sehr große Angst auf dem Boot. Nach über einem Jahr im Flüchtlingsheim in Zams erhielten die drei Brüder den Aufenthaltsstatus zuerkannt und die Suche nach einer geeigneten und leistbaren Wohnung führte sie nach Imst.

Abd (26 Jahre), der älteste der drei Brüder, hatte seit der Flucht die Verantwortung für die beiden jüngeren Brüder. Eine Verantwortung, die er mit viel Gewissenhaftigkeit getragen hat. Das konnte ich selbst miterleben. Das Bemühen Deutsch zu lernen stand und steht immer noch bei ihm an erster Stelle. Seit ein paar Monaten arbeitet Abd, der ein abgeschlossenes Architekturstudium hat, bei einem Architekturbüro in Telfs und kann so wesentlich zum Lebensunterhalt der Familie beitragen.

Mohamads (20 Jahre) größter Wunsch ist, eine Installateurlehre absolvieren zu können. Zuerst muss er aber noch besser Deutsch lernen, damit er seine Arbeitskollegen gut versteht und die Berufsschule erfolgreich absolvieren kann. Im Mai soll es dann soweit sein.

Yousef (15 Jahre) ist ein fröhlicher und aufgeweckter Jugendlicher. Er geht sehr gerne in die Schule und spricht schon sehr gut Deutsch. Wenn man sich mit ihm unterhält, erinnert wenig an die furchtbare Zeit, die er im Krieg in Syrien und während der Flucht erlebt hat. Nur ein kleiner Schatten huscht über sein Gesicht, als er erzählt, dass sein Vater in Syrien gestorben ist. Besonders glücklich ist Yousef jetzt aber, dass ihre Mutter aus Syrien nach Tirol nachkommen durfte. Wenn ein minderjähriger Flüchtling den Asylstatus zugesprochen bekommt, ist es ihm erlaubt, seine Mutter nachzuholen. Besonders schön ist es zu beobachten, wie ehrgeizig Yousef ist. Er möchte später Augenarzt werden und arbeitet deshalb sehr hart daran, die Voraussetzungen für eine Aufnahme am Gymnasium Imst zu erfüllen.

Ein besonderes Anliegen ist es mir, mich bei allen ganz herzlich zu bedanken, die den drei Brüdern Wohnung, Arbeit und Unterstützung gegeben haben.

 

Arbeitszeitflexibilisierung – alle können gewinnen

Derzeit ist der Wunsch nach Flexibilisierung der Arbeitszeit in aller Munde. Die Sozialpartner sollen im ersten Halbjahr 2017 eine Lösung finden. Ist es möglich, dass alle – sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer – davon profitieren? Ich denke schon!

Viele Menschen in Österreich verdienen ihren Lebensunterhalt mit Dienstleistungen.

Wir im Tiroler Oberland verdanken vor allem auch dem Tourismus unsere positive wirtschaftliche Entwicklung, niedrige Arbeitslosenzahlen und lebenswerte Seitentäler. Und gerade der Tourismus als extrem dienstleistungsintensive Sparte verlangt sowohl ArbeitgeberInnen als auch ArbeitnehmerInnen viel Flexibilität und ständig verbesserte Angebote für die Gäste ab. Gast in Tirol zu sein bedeutet, rund um die Uhr hervorragende Betreuung genießen zu können, sei es im Hotel, auf der Schipiste oder in der Berghütte. Das macht den ganz besonderen Ruf Tiroler Gastfreundschaft aus und bedeutet natürlich, dass die Dienstleistungen erbracht werden müssen, wenn der Gast da ist, wenn also Hochsaison herrscht.

21d01d208271d0996ebf63095a507cb2Vor allem im Tourismus wären flexible Arbeitszeiten sehr wichtig. Das Niveau der Gästebetreuung bei uns im Oberland ist sehr hoch – das kann nur mit qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geleistet werden.

Viele Arbeitgeber stehen hier aufgrund der derzeitigen Arbeitszeitregelungen vor fast unlösbaren Aufgaben, und das, obwohl Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer durchaus damit einverstanden wären, in „Stoßzeiten“ mehr zu arbeiten und dafür ein andermal Zeitausgleich zu konsumieren oder einfach mehr bezahlt zu bekommen. Jeder weiß, gearbeitet muss werden, wenn die Arbeit anfällt! Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen begrüßen diese Art der Arbeitseinteilung sogar, Nebenerwerbs-Landwirte haben so die Möglichkeit, außerhalb der Tourismussaison ihre Bauerschaft zu betreuen, Mütter können sich flexibel die Zeit mit ihren Kindern einteilen, so mancher kann sich zusätzliches Geld zB. für einen besonderen Urlaub dazu verdienen.

Ich denke, diesen Bedürfnissen von beiden Seiten sollte Rechnung getragen werden – zum Nutzen aller! Daher halte ich es für sehr wichtig, dass die Sozialpartner nicht ideologische „Justamentstandpunkte“ in den Fokus ihrer Verhandlungsführung richten, sondern sich an den wahren Bedürfnissen ihrer Klientel ausrichten. Eine moderne, flexible und für alle faire Lösung wäre ein großer Schritt in die Zukunft!

 

Wir brauchen die zwei Tunnel im Oberland und Außerfern dringend!

Gestern habe ich gemeinsam mit meiner Kollegin Bundesrätin Sonja Ledl-Rossmann eine Petiton zum Thema Ausbau der Fernpass-Route an unseren LH Günther Platter übergeben. Weit über 90% der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie zahlreiche Wirtschaftstreibende aus den Bezirken Imst, Landeck und Reutte unterstützen unsere Petition. Besonders freut mich, dass es erstmals – nach langen Jahren der Diskussion – gelungen ist, parteiübergreifend eine breite Allianz für den Bau des Fernpass-Scheitel-Tunnels und des Tschirgant-Tunnels zu schmieden. Das zeigt, wie groß die Zustimmung ist, aber auch die Bedeutung, die dieses Projekt für die komplette Region hat.

 img_4072s

BU: v.l. Christian Strigl (WK-Reutte), BRin Sonja Ledl-Rossmann, NRin Elisabeth Pfurtscheller und Josef Huber (WK-Imst) übergeben die Resolution an LH Günther Platter.
Fotonachweis: WKO

Als nächstes werden wir die Petition in den Petitionsausschuss des Nationalrats einbringen. Der Grund für die Einbringung der Petition auch an den Bund, ist ein einfacher: Den Fernpass-Scheitel-Tunnel kann das Land Tirol ohne Unterstützung des Bundes finanzieren. Hinsichtlich der Realisierung gibt es auch schon positive Signale. Die Planungen für den Fernpass-Scheitel-Tunnel sind schon relativ weit voran geschritten. Derzeit werden Probebohrungen am Fernpass durchgeführt. 

 

Der Tschirgant-Tunnel hat eine Länge und damit ein Kostenvolumen, das nur vom Bund, sprich der ASFINAG, bewältigt werden kann. Deshalb ist es unser wichtigstes Bestreben, dass der Tschirgant-Tunnnel wieder in den langfristigen Rahmenplan der ASFINAG aufgenommen wird. Wenn das gelingt und die Vorarbeiten für das Projekt zügig durchgeführt werden, kann die Umsetzung unter Umständen auch relativ schnell gehen, wenn beispielsweise ein anderes, vorher gereihtes Projekt ausfällt.

 

Mit den Unterschriften von nahezu allen Bürgermeistern und Bürgermeisterinnen aus den drei Bezirken Imst, Landeck und Reutte sowie der Unterstützung vieler wirtschaftlicher Leitbetriebe wollen wir den politischen Druck erhöhen und zeigen, dass die Region mit einer Stimme spricht und hinter diesen zwei Tunnelprojekten steht. Die Gründe dafür sind vielfältig und reichen von Umweltbelastung, Lärmbelästigung, wirtschaftlichen Hintergründen, bis hin zur schlichten Erreichbarkeit des Inntales und umgekehrt.
Die genaue Darstellung der Gründe findet ihr unter folgendem Link im Text unserer Petition: 2016_petition_fernpass

Der Wolf im Schafspelz

Ganz ehrlich? Ich mache mir Sorgen – Sorgen um unser Land, Sorgen um Österreich. Ja – es geht um die Bundespräsidentenwahlen, die am Sonntag (24. April) anstehen. Und ja – es macht mir vor allem eine Entwicklung rasende Kopfschmerzen – der Rechts-Ruck, den wir mit einem Bundespräsidenten Norbert Hofer erleben würden.

Nun werden viele von euch sagen: Ja Hofer kommt aus der FPÖ, aber man hat ihn in den letzten Wochen und Monaten doch kennengelernt. Und zwar als gemäßigten, freundlichen und zurückhaltenden Politiker. Da kann ich nur sagen: Weit gefehlt. Hofer hat zwei Gesichter. Das freundliche, das er derzeit im Präsidentschaftswahlkampf zur Schau trägt und sein wahres Gesicht, das immer wieder bei Parteiveranstaltungen vor seinen blauen Sympathisanten, aber auch immer wieder in Diskussionen des Nationalrates zum Vorschein kommt. Ihr könnt mir glauben ich habe ihn kennen gelernt, den „netten“ Herrn Hofer. Und das was er da so von sich gibt, ist gar nicht mehr nett. Der FPÖ Parteiideologe reiht sich ein unter Hardlinern wie Strache, Gudenus und Kickl. Nur, dass er seine Ideologie besser zu verschleiern versteht, als es die anderen machen: ein richtiger Wolf im Schafspelz also.

Bei Parteiveranstaltungen bezeichnet er die Flüchtlinge als „Invasoren“, seinen Mitbewerber van der Bellen als „faschistischen, grünen Diktator“. Wie passt das zusammen? Sehr gut sogar, denn politisch sozialisiert hat er sich in einer schlagenden Burschenschaft, der „Marko-Germania“ im Burgenland. Diese Burschenschaft geht davon aus, dass es keine österreichische Kulturnation gibt, sondern nur eine Deutsche. In diese „Volksgemeinschaft“ könne man nur hineingeboren werden. Deshalb würden gebürtige „Kubaner, Afghanen oder Chinesen“ nie echte Österreicher werden können. In welche Richtung solche Meinungen und Ansätze führen, brauche ich euch nicht zu erklären.

Diese Aufzählungen über seine Herkunft und Ideologie könnten wir hier seitenweise fortführen. Aber was ich damit sagen will: Liebe Österreicherinnen und Österreicher: Bitte macht euch noch mal Gedanken über die Bundespräsidentenwahl und über ihre Folgen für Österreich. Österreich würde einen Rechts-Ruck sondergleichen erleben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Menschen in Österreich das wirklich wollen?!?!

Ich für meinen Teil halte Andreas Khol nach wie vor für den besten Kandidaten in einer schwierigen Zeit, einen, der nicht polarisiert und das Land spaltet. Einen der für sozialen Frieden und Gerechtigkeit in unserem Land eintritt. Der die Einigkeit und den besten Weg für Österreich in den Vordergrund stellt. Meine Stimme am 24. April hat Andreas Khol. Vielleicht deine auch?